Ortskernprojekt Reidling
Ausgangssituation
Im Ortskern von Reidling fanden durch die Errichtung einer Wasserversorgungs-
anlage, durch Kabellegungsarbeiten und durch Verlegung eines Nahwärmenetzes umfangreiche Arbeiten statt. Die notwendige Wiederherstellung der öffentlichen Wege und Flächen bringt die Chance, das gesamt Umfeld zu betrachten.
Im Zentrum befinden sich ein Spargeschäft, ein Schleckermarkt, eine Bäckerei, eine Bankfiliale sowie das Gemeindeamt, die Gemeindearztpraxis, das Postamt und das Stammhaus der Fleischerei Teufner, das seit Jahren leer steht, da die Firma in unser Betriebsgebiet gewechselt ist.
Vor rund einem Jahr haben wir uns auf Grund eines Kurierartikels, in dem Herr Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll neue Initiativen zur Ortskernentwicklung angesprochen hat, als Pilotgemeinde beworben. Das positive Antwortschreiben dazu war der Start für umfangreiche Erhebungen und Gesprächsrunden. Ein dreiteiliger Masterplan liefert die Grundlage dafür.
Ziele
Ein lebendiger ländlicher Raum bedingt lebensfähige Gemeinden. Die Zukunftssicherung basiert auf dem Erhalt bzw. den Ausbau örtlicher und kleinregionaler Wirtschaftskreisläufe mit dem Ziel, Arbeitsplätze und Wertschöpfung abzusichern und die Nahversorgung nachhaltig zu garantieren.
Die Stärkung der Wirtschaftskraft hat große Bedeutung. Die Verknüpfung der nur wörtlich gegensätzlichen Aufgaben Erhaltung und Erneuerung bietet gerade in bei diesem Projekt eine große Chance.
Wir wollen Rahmenbedingungen und Finanzierungsmöglichkeiten – Finanzmittel als zusätzliche Anreize sind notwendig – entwickeln damit gegen den Trend der Zeit ein lebendiger Ortskern neu entsteht. Ein Netzwerk Land NÖ, Gemeinde, Wirtschaft und Bevölkerung erleichtert die Realisierung.
Umsetzungsschritte
Sparmarkt
Als erstes Ergebnis liegt die Zusage des örtlichen Spargeschäftes vor, den Betrieb zu modernisieren. Dies wurde u. a. möglich, da die Gemeinde ein neben dem Geschäft liegendes Grundstück erworben hat. Dort können 30 Parkplätze errichtet werden. Ohne diese Parkplätze wäre die Betriebserweiterung wahrscheinlich sinnlos.
Wegeführung
Um die im Ortskern befindlichen Betriebe und Institutionen fußläufig aneinander zu führen, sind umfangreiche Maßnahmen notwendig. Diese umfassen eine komplette Neugestaltung des Gehwegenetzes, der Beleuchtung, der Möblierung und der gärtnerischen Gestaltung.
Areal Teufner
Als besonders herausfordernd stellt sich die Thematik der Nutzbarmachung des Areals der ehemaligen Fleischerei Teufner dar. Durch die Absiedelung in unser Betriebsgebiet vor einigen Jahren – der Betrieb ist derzeit der größte in unserer Gemeinde und beschäftigt 70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – steht das Areal leer. Einer Studie eines von uns beauftragten Architektenteams zu Folge ist eine Nutzbarmachung möglich. Unsere Idee ist es, darin ein Gast- oder Cafehaus bzw. kleine Geschäftslokale zu etablieren. An die Verlegung der Praxis unseres Gemeindearztes sowie die Errichtung einer Zahnarztpraxis ist ebenso gedacht wie an den Einbau von Wohnungen im zweiten Gebäudeteil. Gerade in diesem Fall wird die Thematik altes Gebäude – neues Design augenscheinlich.
Kosten
Detaillierte Schätzungen liegen noch nicht vor. Der Gesamtaufwand für die Bereiche dürfte allerdings bei rund 2,5 Mio. Euro liegen.
Um das in Diskussion befindliche Projekt – nach Zustimmung im Gemeinderat – realisieren zu können, ist eine Kooperation zwischen den zukünftigen Mietern oder Eigentümern, dem Land NÖ, ECO-Plus, NAFES und Gemeinde unerlässlich.
Bildmaterial
Der derzeitige Zustand des Hauptplatzes ist auf den folgenden 6 Panoramabildern dargestellt, welche uns freundlicherweise vom Architekturbüro Hann-Mitteregger zur Verfügung gestellt wurden – Klicken Sie auf die Bilder, um diese in Großformat darzustellen (neues Fenster – die Bilder haben im Großformat Dateigrößen von rund 250 KB):
